© Astrid Keim 2019-2020 Astrid Keim beschäftigt sich mit einem historischen Ereignis in Frankurt, das als Fettmilch-Aufstand in die Annalen einging. Unter der Führung des Zunftmeisters der Zuckerbäcker, Vincenz Fettmilch, begann 1612, im Vorfeld des Dreißigjährigen Krieges, eine Rebellion gegen den Rat der Stadt. Dessen Angehörige, überwiegend Adlige und Patrizier, lebten in ungeheurem Luxus, während die Bürgerschaft verarmte. Das Geld verlor  durch Beimischung unedlen Metalls an Wert und Lebens- mittel verteuerten sich bei gleichzeitiger Steigerung der Steuern, die in harter Währung eingetrieben wurden. Nachdem man sich Einblick in die Kassenbücher verschafft hatte, kam zutage, dass 9 1/2 Tonnen Goldes verschwunden waren, nachweislich veruntreut von den Ratsmitgliedern. Die Rebellion gewann an Eigen- dynamik. Fettmilch, der ursprünlich gemäßigte Positionen vetrat, geriet in den Sog der Ereignisse, konnte nicht mehr zurück, wurde vom radiaklen Flügel unter Drohungen gezwungen, die Führerschaft beizubehalten. Der Sturm auf die Judengasse veranlasste den Kaiser, die Acht über ihn und einige Getreue auszusprechen. Er wurde verhaftet und 1616 auf dem Roßmarkt enthauptet. Der Roman hält sich eng an die historischen Vorgaben. Orte, Ämter, Auf- gaben und fast alle Namen entsprechen den Tatsachen.                                   Der neue Roman Link zur Verlagsseite