© Astrid Keim 2019 Persönliches Mit dem Bild auf der Startseite hat es eine besondere Bewandtnis. Es wurde von dem Niederländer Ambrosius  Bosschaert d.Ä. 1620 gemalt, und ist für mich eines der schönsten Blumenstücke  dieser Zeit, die so reich an Prunk, Glanz und Glorie (der Oberschicht) war und  trotzdem die Mahnung des memento mori, die Erinnerung an den Tod, manchmal  direkt, zuweilen subtil in Szene setzte. Alles ist eitel und vergänglich sagen uns diese  Vanitas-Stillleben, vergebens die Mühe, Schönheit zu bewahren. Ganz offensichtliche  Symbole sind der blanke Schädel, das angefaulte Obst zwischen makellosen Früchten,  die verlöschende Kerze, aber auch leere Schneckenschalen, abgeknickte Blüten,  kleine Käfer, Fliegen oder Schmetterlinge, die erst durch die Metamorphose ihre  Anmut erlangen und ewiges Leben nach der Wandlung des Vergehens versprechen.  Die Affinität zur Kunst wurde bereits früh im Elly Heuss-Knapp Lyzeum in  Wiesbaden geweckt, das ich nach der damals noch üblichen Prüfung seit 1957  besuchte. Man legte dort ebenso großen Wert auf musische Erziehung wie auf  Naturwissenschaftliche und Sprachen. Im Deutschunterricht ging man bis zu seinen  Wurzeln im Althochdeutschen zurück, die Klassische Literatur bildete einen  Schwerpunkt. Im Englischen las man Shakespeare im Original, im Französischen  Romanciers des 19. Jahrhunderts. Die Einweisung in die Landesbibliothek erfolgte  bereits in der Quarta, wo ich danach viele Stunden im prächtigen Lesesaal verbrachte,  selbständiges Arbeiten zu bestimmten Themen war obligatorisch - alles im  Frontalunterricht. Ausflüge gingen in die Natur zur Bestimmung von Pflanzen, ins  Museum oder zu geographischen Besonderheiten. Selten nur gab es Wanderungen,  die keinen bestimmten pädagogischen Zweck verfolgten. Auf diese Weise wurde ein  breites Fundament an Allgemeinwissen gelegt und bei mir die Freude am  Wissenserwerb. So war es nur nahe liegend, dass ich 1966 in Frankfurt anfing, Kunst  und Biologie für das Lehramt zu studieren. Die äußerst spannende und für mich sehr  prägende Studentenbewegung ‚kostete’ mich zwei Semester, aber im November 1971  machte ich das erste Staatsexamen, trat im Januar 1972 in den Schuldienst ein, und  beschloss die Ausbildung zwei Jahre später mit dem Zweiten.  Die nächsten zwanzig Jahre verliefen ohne besondere Vorkommnisse. Erst als ich  nach der ersten gescheiterten Ehe 1990 meinen späteren Mann Eckhardt kennen  lernte, geschah Einschneidendes. Als selbständiger Gastronom und Koch strebte er  ein eigenes Restaurant an, und ich folgte ihm 1993 in die Gastronomie. Die  wichtigsten Jahre von 1999 bis 2017 betrieben wir das Restaurant Estragon in  Frankfurt, bis wir es an geeignete Nachfolger übergeben konnten, die es im gleichen  Sinne weiterführen. Nun sind wir in „Rente“, was aber nicht im Ruhestand bedeutet.  Eckhardt hat sich wieder, wie früher schon, der Musik als Bassist in zwei Jazz-Rock  Bands verschrieben, gibt weiterhin Kochkurse in der Genussakademie und einmal  im Monat machen wir eine Tafelrunde mit zehn Personen bei uns zu Hause.  Ich bin seit 15 Jahren in der ehrenamtlichen Begleitung unheilbar an Krebs erkrankter  Menschen im Nord-West Krankenhaus tätig und schreibe natürlich meine Bücher.  Im April erscheint das sechste im Größenwahn-Verlag und das siebte ist in Arbeit.  Nähere Hinweise gibt es unter der Rubrik Bücher. Außerdem habe ich das Tanzen  wieder für mich entdeckt und trainiere in der Tanzschule Monika Bauer. Monika  Bauer kenne ich seit meiner Zeit in Wiesbaden, wo ich in der untersten Klasse anfing  Turnier zu tanzen, während sich Monika, die etwas älter ist, bereits in der S-Klasse  befand. Da Eckhardt sich weigert, dieses Vergnügen mit mir zu teilen, habe ich jetzt  doch einen festen Partner für den Tanzkreis gefunden, Steven, nicht nur wunderbarer  Tänzer sondern auch begnadeter Friseur mit eigenem Salon, dem der Alters-  unterschied von über dreißig Jahren vollkommen gleichgültig ist.  Was soll ich sagen: Mein Leben ist ausgefüllt, Eckhardt und ich können wieder  unseren Freundeskreis pflegen (was kaum möglich ist, wenn man abends arbeitet),  und unserem gemeinsamen Hobby nachgehen – ESSEN UND TRINKEN AUF  HOHEM NIVEAU!  Astrid Keim